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Kultur

» Das magische Auge – Zeitreise mit Schätzen aus der Radiogeschichte «

26. März 2026 | Kultur|0|

Wer die neue Sonderausstellung im Fränkischen Museum in Feuchtwangen betritt, wird gleich am Eingang von einem besonderen Blickfang empfangen: Ein rundes Regal, bestückt mit Radios aus unterschiedlichen Jahrzehnten, macht auf einen Blick sichtbar, wie sich Form, Technik und Gestaltung des Rundfunks im Laufe der Zeit verändert haben. Es ist der ideale Auftakt für eine Ausstellung, die weit mehr will als historische Geräte präsentieren. Unter dem Titel »Das magische Auge – Zeitreise mit Schätzen aus der Radiogeschichte« lädt das Museum zu einer ebenso anschaulichen wie informativen Reise durch die Geschichte eines Mediums ein, das das 20. Jahrhundert entscheidend geprägt hat.

Die Ausstellung entstand in Kooperation der Stadt Feuchtwangen mit dem Radioverein »Das Magische Auge« und basiert auf den Sammlungen der Feuchtwanger Holger und Hans Knauer. Über viele Jahre hinweg haben sie eine Kollektion aufgebaut, die in Qualität und Geschlossenheit weit über die Region hinaus Beachtung verdient. Gemeinsam mit Marcus Baierlein bieten sie einen facettenreichen Einblick in die Entwicklung des Radios zwischen 1920 und 1960. Über 250 Exponate dokumentieren den Aufstieg des Radios vom technischen Pioniergerät zum zentralen Medium für Information, Unterhaltung und Kommunikation.

Radios in der Sonderausstellung Zu sehen sind unter anderem frühe Detektorempfänger, kleine Kofferradios, klassische Röhrenempfänger, elegante Wohnzimmerradios der Nachkriegszeit, frühe Fernsehgeräte und der berühmte Volksempfänger der 1930er Jahre, der als politisches Propagandainstrument eingesetzt wurde. Einige Geräte funktionieren noch ohne Batterie oder Netzteil und veranschaulichen anschaulich die technische Innovation der Zeit. Die Bandbreite der Exponate macht deutlich, wie rasant sich Technik, Design und Nutzung in wenigen Jahrzehnten verändert haben. Dabei geht es in der Ausstellung nicht allein um technische Innovationen, sondern auch um die sozialen, kulturellen und politischen Auswirkungen des Radios – ein Medium, das lange Zeit Mittelpunkt des Wohnzimmers, Begleiter im Alltag und für viele Menschen das wichtigste Fenster zur Welt war.

Infotafel in der Sonderausstellung zum Thema Radio im Fränkischen Museum in FeuchtwangenDie Ausstellung ist inhaltlich klar gegliedert: Der Rundgang führt durch die technischen Grundlagen des Rundfunks, beleuchtet den Wandel des Hörens und zeigt, wie sich Empfang, Klangqualität und Gerätebau im Laufe der Jahrzehnte entwickelten. Infotafeln mit Themen wie »Störung im Empfang«, »Den richtigen Sender finden«, »Der Weg der Radiowellen«, »Die Elektroröhre« oder »Meilensteine des Radios« erklären die wichtigsten technischen Zusammenhänge anschaulich. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rolle des Radios im NS-Regime und im Zweiten Weltkrieg, wodurch deutlich wird, dass Radiogeschichte immer auch Zeitgeschichte ist.

Die Inszenierung des Ausstellungsraums ist besonders gelungen: Alte Möbel, Sofas,Sonderausstellung Sessel, Tapisserien und sogar echte Pflanzen schaffen das Gefühl, in ein historisches Wohnzimmer einzutreten. Moderne Spotlights und klare Linien sorgen für Übersichtlichkeit und Ruhe, während die Kombination aus Geräten, Möbeln und Alltagsgegenständen die Radios und Fernseher lebendig macht. So erzählt die Ausstellung subtil von den Lebenswelten der Menschen, für die das Radio lange Zeit das zentrale Medium war. Jedes Detail, von den dekorativen Accessoires bis zu den einzelnen Geräten, lädt dazu ein, in die Klangwelt vergangener Jahrzehnte einzutauchen. So entsteht eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die den Exponaten den passenden Rahmen gibt.

Kind in der Sonderausstellung zum Thema Radio im Fränkischen Museum in FeuchtwangenFür Familien und Kinder gibt es spezielle Infotafeln mit Fragen wie »Was ist eigentlich Radio?«, »Wie kommt der Ton aus dem Radio?« oder »Wie findet dein Radio einen Sender?«. Kleine Mitmach-Elemente laden dazu ein, selbst auszuprobieren, wie Radios funktionieren und wie sich Empfang oder Klang verändern. Wer tiefer einsteigen möchte, findet zusätzlich ausgelegte Mappen mit weiteren Informationen zu vielen der ausgestellten Geräte.

Die Sonderausstellung ist noch bis zum 9. September 2026 im Fränkischen Museum in Feuchtwangen zu sehen. Geöffnet ist das Museum dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr, montags bleibt es geschlossen. Der Eintritt ist kostenlos. Zusätzlich sind eine Midissage im Juni und weitere Führungen geplant, die den Besuch noch vertiefen. 

Komm vorbei, tauche ein in die Welt der Radios und entdecke die Geschichten, die hinter jedem Gerät stecken – wir wünschen dir viel Spaß beim Eintauchen in vergangene Klangwelten!

Julia & Sandra

 

Impressionen

 

Infowand zur Sonderausstellung

Radios in der Sonderausstellung

Radios in der Ausstellung

Kinderinfos in der Sonderausstellung im Fränkischen Museum


Wohnzimmerfeeling in der Sonderausstellung

Radios in der Sonderausstellung im Fränkinkischen Museum in Feuchtwangen

Kopfhörer in der Ausstellung

Radio in der Sonderausstellung


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