Heimkommen | Newsblog

Veranstaltungen

» Rothenburgs grüne Oasen entdecken «

25. März 2026 | Veranstaltungen|0|

Wer auf die weltberühmte Silhouette von Rothenburg ob der Tauber blickt, sieht zunächst Türme, Mauern und Fachwerk. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Die Stadt in der Region an der Romantischen Straße ist weit mehr als ein mittelalterliches Postkartenmotiv. Die Stadt lebt aus ihrer besonderen Lage – hoch über dem Taubertal, eingerahmt von Weinbergen, Wäldern, Mühlkanälen, Streuobstwiesen und historischen Wegen. Genau dieses einzigartige Zusammenspiel rückt das Themenjahr 2026 »Rothenburg – Stadt.Landschaft.Natur« in den Mittelpunkt. Ein ganzes Jahr lang lädt Rothenburg dazu ein, die Stadt neu zu entdecken: nicht nur als kulturelles Juwel, sondern als gewachsene Stadtlandschaft, als Kulturlandschaft mit Geschichte und als Naturraum voller Leben.

Das Wildbad im Rothenburg in FrühlingDer Startschuss für dieses besondere Jahr fällt am 12. April 2026 im Wildbad. Zwischen 12:00 und 16:00 Uhr verwandelt sich die weitläufige Parkanlage in ein lebendiges Entdeckerzentrum. Das Schöne daran: Man kann einfach vorbeischlendern und sich spontan geführten Kurz-Touren anschließen. Vor Ort ist zum Beispiel Lothar Schmidt vom Taubermühlenverein, der mit einer Begeisterung von den historischen Mühlkanälen erzählt oder Stephan Michels, der im »Park Pittoresk« zeigt, dass Gartenkunst viel mehr ist als nur Rasenmähen – es ist die Gestaltung von Lebensraum. Auch die Naturparkranger vom Naturpark Frankenhöhe sind vor Ort, um die Augen für die kleinen Wunder am Wegesrand zu öffnen, die man im Vorbeigehen sonst oft übersieht.
Das ganze Programm im Themenjahr 2026 lebt insgesamt von zahlreichen Experten, die ihr Wissen persönlich vor Ort weitergeben: Der Winzer Albert Thürauf etwa trotzt den Steilhängen des Taubertals den seltenen Tauberschwarz ab. Wer mit ihm durch die Weinberge wandert, lernt nicht nur etwas über Reben, sondern über die Leidenschaft für ein Handwerk, das ohne den Respekt vor der Natur nicht funktionieren würde. In den Wäldern übernimmt Stadtförster Daniel Gros das Wort. Er führt an Orte, die zeigen, dass auch die Natur verwundbar ist, und führt einen ehrlichen Dialog über Trockenheit und den notwendigen Umbau des Stadtwaldes für die nächsten Generationen. Es wird aber auch mystisch und besinnlich: Wenn die Märchenerzählerin Juliane Dehner im Schatten alter Bäume ihre Geschichten flüstert, wird die Natur für Familien plötzlich zu einer Zauberwelt. Ganz still wird es hingegen bei Jäger Harald Krasser, der bei nächtlichen Eulenwanderungen im Steinbachtal für Gänsehaut und Staunen über die lautlosen Jäger der Nacht sorgt. Einen ganz anderen Zugang bietet Sonja Gundel, für die das Taubertal ein reich gedeckter Tisch ist. Ob beim Sammeln der ersten Frühlingsboten oder beim Binden magischer Kräuterbündel im August lehrt sie, die Hausapotheke am Wegesrand wieder zu schätzen. Für die spirituellen Zwischentöne sorgt schließlich Gästepfarrer Dr. Oliver Gußmann. Er versteht das Wandern als Pilgern und nutzt auf den alten Jakobswegen die Landschaft als Resonanzraum für Stille und Reflexion.

Die Langenmühle bei Rothenburg ob der TauberEin Teil des Programms widmet sich der Mühlenlandschaft rund um die Tauberstadt. Seit 800 Jahren nutzen künstlich angelegte Mühlkanäle die Kraft des Flusses für Getreide-, Walk- und Ölmühlen. An Orten wie der Herrnmühle, die schon im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde, wird sichtbar, wie Technik und Natur Hand in Hand gehen. Die Fuchsenmühle beim Topplerschlösschen erinnert an die Blütezeit der Stadt und wurde später zu einem beliebten Motiv der Malerei. Heute werden diese Spuren – Wehre, Staustufen und historische Gebäude – wieder wertgeschätzt und als technisches Denkmal in die Wanderwege integriert. Am 15. April und 6. Mai 2026 öffnet die Herrenmühle im Rahmen des Themenjahres ihre Türen für interessierte Besucherinnen und Besucher.

Weinhänge in Rothenburg ob der TauberEng verwoben mit der Landschaft ist auch der Weinbau, der das Tal seit dem Mittelalter prägt. Trockenmauern, Terrassen und Lesesteinriegel erzählen noch heute von dieser mühsamen Arbeit an den Südhängen. Nach einer langen Phase des Rückgangs erlebt der Weinbau heute eine Renaissance. Kleine Winzerbetriebe und Genossenschaften setzen auf naturnahe Bewirtschaftung und traditionelle Sorten wie den Silvaner oder den regionaltypischen Tauberschwarz. Auch das Thema Wein lässt sich unter anderem bei einer »Weinbergführung« am 3. April 2026 sowie bei der Veranstaltung »Das Taubertal aus der Perspektive der Gebietsbetreuer und der Winzer« am 27. September 2026 unmittelbar erleben.

Das Themenjahr 2026 ist eine tolle Gelegenheit, Rothenburg einmal ganz neu kennenzulernen. Es geht darum, die Natur nicht nur aus der Ferne anzuschauen, sondern sie hautnah zu erleben. Ob Sie nun bei einer Wanderung durch die Kräuterwiesen tief durchatmen oder den regionalen Wein direkt dort probieren, wo er wächst: Die Stadt zeigt sich von einer Seite, die man auf normalen Postkarten so nicht sieht. Wer neugierig auf alle Veranstaltungen und Führungen ist, kann sich die Broschüre der Stadt Rothenburg hier herunterladen und sich so einen vollständigen Überblick verschaffen.


Also, packe deine Wanderschuhe ein und entdecke selbst, wie viel Grün und lebendige Geschichte in und um Rothenburg stecken.

Julia & Sandra

 


Teilen:

Du möchtest uns etwas mitteilen? Wir freuen uns auf Deine Meinung!

Benötigte Felder sind mit einem * markiert

 

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden