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07. Januar 2026 | Wetterrückblick|0|

Schillingsfürst | Mit einer Mitteltemperatur von 8,3 Grad war der meteorologische Herbst  um 0,4 Grad zu kühl und damit der kälteste Herbst seit 15 Jahren (2010: nur 7,5 °). Mit einer Höchsttemperatur von minus 0,7 Grad und einem Tiefstwert von minus 11,3 Grad (am Boden minus 14,9 Grad) brachten der 21. und 23. November jeweils die tiefsten Werte seit 2010. Unter der Erdoberfläche wurden sogar neue Rekordtiefstwerte gemessen.

Blick auf Schorndorf

Insgesamt brachte der Herbst noch zwei Sommertage über 25 Grad (3 Tage weniger als gewohnt), elf warme Tage über 20 Grad (minus 6 Tage), drei Eistage mit Dauerfrost, 17 Tage mit Luftfrost (+3) und 31 Tage mit Bodenfrost (+6). Mehr als drei Eistage hat es im vergangenen Vierteljahrhundert nur 2010 (4 Tage) gegeben. Erstmals seit 11 Jahren wurde keine laue Sommernacht mehr notiert. Die Temperaturspanne im ganzen Herbst lag bei 40,9 Grad; das ist der höchste Wert seit 20 Jahren. Neue Rekordtemperaturen wurden in einer Bodentiefe von 5 und 10 Zentimeter gemessen (minus 4,7° bzw. – 2,7°); damit wurden die bisherigen Bestmarken aus den Jahren 1989 und 1949 unterboten. Grund dafür war zwei kalte Nächte mit strengem Frost, ohne dass eine Schneedecke den Boden geschützt hätte. Auch in einer Tiefe von 50 und 100 Zentimeter wurden noch die tiefsten Temperaturen seit 32 Jahren gemessen. Mehr als zehn Tage mit einer geschlossenen Eisdecke – wie jetzt – gab es zuletzt 2003 (damals 16 Tage). 53 Tage waren jetzt zu kalt; nur 35 Tage zu warm. 

Ein frostiger Morgen im Herbst

Die Niederschlagsspende lag bei 247,8 Liter; das sind 23 Prozent oder 47 Liter mehr als üblich. In den letzten zwei Jahrzehnten war es nur 2013 und im Vorjahr noch nasser. Nur 12 Mal war ein Herbst in den letzten 80 Jahren noch nasser ausgefallen. Hauptschuldiger war heuer der September, welcher mit 139 Liter Regen der 9.nasseste Herbstmonat seit 1945 war. Allein 47,6 Liter davon gingen am 24. September nieder. Es war der zweitnasseste Herbsttag seit Messbeginn nach dem 28. Okt. 1998 (64 Liter). Man zählte heuer 52 (statt 45) Tage mit Niederschlag. Dieser fiel an 45 Tagen als Regen, an zwei Tagen als Schnee und an fünf Tagen als Schneeregen. An fünf Tagen fiel leichter Glatteisregen; das ist ein absolutes Novum (bisher 2009: zwei Tage). Ferner gab es sechs Tage mit einer Schneelage, neun Tage mit Hochwasser und die höchste Luftfeuchtigkeit seit elf Jahren. 

Die Sonne kam mit 319,6 Sonnenstunden nicht ganz an die Norm heran; es fehlten drei Prozent oder 10 Stunden. Dies führte zum trübsten Herbst seit acht Jahren (2017 nur 280 Stunden). Man notierte 21 (statt 23) Tage ohne Sonnenschein; mehr waren es zuletzt 2014 (27 Tage). Neben sechs heiteren registrierte man 42 trübe Tage. Die Jahreszeit war insgesamt windschwach; die stärkste Windböe brachte der 4. Oktober mit lediglich 61,6 km/h ( = Windstärke 7). Mehr Südwind als heuer blies nur 2022. 

Heinz Meyer

Titelbild : Ein morgendlicher Blick auf das Wasserhaus @ Julia Ploch ;  Kalter Morgen bei Schorndorf @ Julia Ploch


Icon Sonnenscheindauer
Sonnenstunden
319,6 Stunden
10 Stunden zu wenig


Niederschlag Icon
ø-Niederschlag
247,8 Liter
47 Liter zu viel


Icon Spitzenböe
Stärkste Windböe
61,6 km/h
am 04. Oktober 2025


Icon Temperatur
ø-Temperatur
8,3 C°
0,4 Grad zu kalt


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