SCHILLINGSFÜRST | Der vergangene April zeichnete sich durch zwei längere Trockenperioden und eine hohe Sonnenscheindauer aus. Nur im mittleren Monatsdrittel kam es häufiger zu meist leichten Niederschlägen. Die Temperaturen waren insgesamt ausgeglichen. Nur einmal zeigte sich der April launisch: Am 21. des Monats gingen örtlich Schnee- und Gaupelschauer nieder, das war es dann mit dem letzten Aufbäumen des Winters.
Mit einem Temperaturmittel von 8,9 Grad war der mittlere Frühlingsmonat gerade Mal ein Zehntel Grad zu mild. Während die Tage immerhin 1,5 Grad zum mild waren, gerieten die Nächte in der Luft 1,4 Grad zu kalt; am Boden sogar um 2,5 Grad. Nur an einem einzigen Tag bildete sich noch eine dünne Eisdecke auf den ruhenden Gewässern aus. Über den Monat hinweg zählte man 6 warme Tage über 20 Grad (ein Tag mehr als üblich), dazu 20 Tage mit Bodenfrost (plus 6 Tage) und 10 Tage mit Luftfrost (plus 4 Tage). Besonders mild war die Nacht zum 19. April 2026 mit einem Minimum von plus 10,3 Grad. Dagegen erscheint die monatliche Höchsttemperatur vom 18.4 mit 22,6 Grad relativ niedrig. Die Tiefstwerte lagen bei minus 4,4 Grad in der Luft und minus 8,1 Grad am Boden (am 02. April 2026).

In Folge zweier Trockenperioden brachte es der Monat nur auf 20 Liter Niederschlag; das sind 57 Prozent oder 27 Liter weniger als üblich. Der trockenste April seit 2020 (damals nur 7,5 Liter) war der 6. trockenste nach dem letzten Krieg. Den maximalen Tagesniederschlag brachte der 06. April 2026 mit nur 6,2 Liter. Statt wie gewohnt gab es heuer nur 10 statt 13 Tage mit Niederschlag; davon 9 Tage mit Regen. Nur an 6 Tagen kam mehr als ein Liter zusammen (minus 3 Tage). Das einzige Gewitter zog am 19. April 2026 über das Land. Dafür gab es gleich 16 Tage mit Reif; nur in zwei Jahren waren es mehr.
Die Sonne holte am Schluss mächtig auf und kam letztendlich auf 239,6 Sonnenstunden; das sind 29 % oder 53 Stunden mehr als in der Norm. Nur sechs Aprilmonate waren bislang seit 1945 noch sonniger, darunter im Vorjahr. Im letzten Jahrzehnt waren nur zwei Aprilmonate zu sonnenscheinarm. Der Ultimo (30. April 2026) war heuer der sonnigste Tag und mit einer Sonnenscheindauer von 14 Stunden und 10 Minuten und der bislang sonnigste Apriltag der Historie; bisher 14:02 Std. in 2025. In den letzten 80 Jahren wurden nur fünf Apriltage mit einer Sonnenscheindauer von mehr als 14 Stunden beobachtet. Gleich an 14 Tagen schien die Sonne länger als zehn Stunden; nur in drei Jahren war dies häufiger der Fall (2007, 2020 und 2025); davon an zwei Tagen mehr als 14 Stunden (das gab es nur im Vorjahr). Dem standen vier Tage ohne einen Sonnenstrahl gegenüber; mehr solch trübe Tage gab es zuletzt 2013 (8 Tage). Nur im Vorjahr hat die Sonne mit 664 Stunden in den ersten vier Monaten eines Jahres länger geschienen als heuer (bisher: 614,5 Stunden).

Gemessen am Windmittel und der durchschnittlichen täglichen Höchstgeschwindigkeit war der April der windschwächste vierte Monat eines Jahres seit 1996; also seit 30 Jahren. Nur an 6 Tagen wurde Windstärke 6 erreicht; weniger war dies zuletzt 2009 der Fall (nur 4 Tage). Mit 54,7 km/h wurde am 05. April 2026 die höchste Windgeschwindigkeit gemessen; das ist die niedrigste Spitzenböe seit 2017 (50,4 km/h). Dabei blies der Wind so häufig aus Nordwest wie seit 2001 nicht mehr. Erstaunliches tat sich beim Luftdruck: Der Mittelwert des Monats lag bei 1020,4 Hektopascal; das ist der höchste Wert seit Aufzeichnungsbeginn vor 26 Jahren. Auch der tiefste Luftdruck von 1009,2 HPa ist der höchste Wert seit 2006 (damals 1012 HPa).
Titelbild & Bilder im Text: Frühling in Dinkelsbühl © Julia Ploch, LAG Region an der Romantischen Straße e. V.
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ø-Temperatur
8,9 C°
= 0,1 Grad zu mild
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Niederschlag insgesamt
20,0 Liter
27 Liter zu wenig
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Sonnenschein
239,6 Stunden
53 Stunden zu viel
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Stärkste Windboe
54,7 km/h
am 05. April 2026
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