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Wetterrückblick

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12. Januar 2026 | Wetterrückblick|0|

SCHILLINGSFÜRST | Eine fulminant sonnige letzte Dezemberwoche, die allein die Dezembernorm von 40,5 Stunden Sonnenschein bescherte, schraubte die Gesamtsonnenscheindauer im Christmonat auf noch nie dagewesene 90,3 Stunden. Erst zum zweiten Mal wurde die Schallmauer von 80 Stunden überboten. Insgesamt schien das Fixgestirn 123 Prozent oder 50 Stunden länger als gewohnt. Die alte Bestmarke datierte aus dem Jahr 2015 und lag bei 81,4 Stunden.

Blick auf die eingeschneite St. Martinskirche in der Gemeinde Wörnitz

Im Schnitt schien die Sonne 2,9 Stunden pro Tag. Sonnigster Tag des Monats war der 27. Dezember mit sieben Stunden und 54 Minuten Sonnenschein. Es war der zweitsonnigste Dezembertag nach dem 1. Dez. 1980 mit exakt acht Stunden. Elf (statt wie üblich 16 Tage) blieben ohne einen Sonnenstrahl. Dem standen neun Tage mit mehr als sechs Sonnenstunden gegenüber. Das hat es in dieser Häufigkeit noch nie gegeben, lag doch die bisherige Bestmarke aus den Jahren 2015 und 2016 bei nur sechs Tagen. Mit sieben heiteren Tagen wurde ein weiterer Höchstwert aus dem Jahr 1962 egalisiert; dazu gab es 18 (statt 21) trübe Tage. 

Mit nur 25 Litern Niederschlag erlebte die Region den trockensten Dezember seit 2016 (damals 14,5 Liter). Es war der 8.trockenste Christmonat nach 1945. Das Minus betrug jetzt 70 Prozent oder 58 Liter. Im letzten halben Jahrhundert war nur der Weihnachtsmonat vor neun Jahren noch trockener ausgefallen. Mehr als die Hälfte des jetzigen Niederschlags fiel allein am 7.12. mit 14,1 Litern innerhalb von 24 Stunden. Nach dem 1. Monatsdrittel fielen nur noch drei Liter Niederschlag. Man zählte nur zwölf Niederschlagstage; weniger waren es zuletzt 1992 (11 Tage). An 8 Tagen regnete es, an einem Tag fiel Schnee und an drei weiteren Tagen Schneeregen. Nur an vier Tagen lag der Tagesniederschlag bei einem Liter oder mehr; nur in drei Jahren wurde diese Anzahl unterboten; zuletzt 1975 (3 Tage). An 6 Tagen wurde eine Schneelage beobachtet; davon an vier Tagen nur Schneereste. Nach dem Kriegsende gab es nur 8 noch schneeärmere Christmonate. Die maximale Schneehöhe lag bei einem Zentimeter und kam in der Nacht zum 30.12. vom Himmel. 

Ein frostiger Wintermorgen an der Wörnitz

Trotz eines um zwei Grad zu kalten letzten Monatsdrittels schloss der Dezember insgesamt bei einer Mitteltemperatur von plus 1,6 Grad um 0,7 Grad zu mild ab. In den letzten 80 Jahren wurden aber schon 20 noch wärmere Weihnachtsmonate aufgelistet. Man zählte 21 Tage mit Luftfrost und 24 Tage mit Bodenfrost; dazu 3 Eistage mit Dauerfrost (4 Tage weniger als üblich). Eine große Spannweite brachten die Nachttemperaturen: Während die Nacht zum 8. Dez.  mit einem Tiefstwert von plus 9,4 Grad die fünftwärmste Dezembernacht der Historie war, sank das Quecksilber in der Nacht zu Silvester auf minus 11,6 Grad in der Luft und minus 16,0 Grad am Schneeboden; im letzten Jahrzehnt brachte nur der Christmonat 2022 noch tiefere Temperaturen. Weil kein Schnee lag, drang der Frost tief in den Boden ein: So wurden in einer Bodentiefe von 5 und 10 Zentimetern mit minus 5,2 bzw. minus 3,5 Grad die tiefsten Temperaturen seit 29 Jahren gemessen (1996: minus 7,8 bzw. – 4,8 Grad). 

Einen noch windschwächeren Dezember als den vergangenen erlebte man zuletzt vor 36 Jahren (1989). Es gab nur zwei windige Tage mit Windstärke 6; nur in vier Jahren protokollierte man noch weniger solche Tage (zuletzt 1984: ein Tag). Dabei blies der Wind so selten aus Westen, wie seit 1996 nicht mehr. Die stärkste Windböe von 59,4 km/h wurde jetzt ausgerechnet an Heiligabend registriert. 

 

Heinz Meyer

Titelbild: Blick über die gefrorene Wörnitz © Heimkommen Bayern I Bilder im Text: Ein frostiger Wintermorgen an der Wörnitz in der gleichnamigen Gemeinde © Heimkommen Bayern


Icon Durchschnittstemperatur
ø-Temperatur
1,6 C°
= 0,7 Grad zu mild



Niederschlag Icon
Niederschlag insgesamt
25,0 Liter
58 Liter zu wenig


Sonnenscheindauer.
Sonnenschein
90,3 Stunden
50 Stunden zu viel


Icon Stärkste Windboe
Stärkste Windboe
59,4 km/h
am 24. Dezember 2025


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