SCHILLINGSFÜRST | Nachdem das erste Märzdrittel komplett trocken geblieben war und die Sonne auch danach nicht unbedingt auf Sparflamme kochte, war der März bis zur letzten Märzwoche ein vorfrühlingshafter Monat mit milden Temperaturen am Tag, aber frostigen Nächten in der Regel. Erst in der letzten Märzwoche meldete sich der Winter mit typischem Aprilwetter zurück und minderte den schönen Gesamteindruck des ersten Frühlingsmonats.
Am Ende stand mit 224,7 Sonnenstunden der zweitsonnigste März der 127-jährigen Wetterhistorie in dieser Beziehung zu Buche. Im Schnitt schien die Sonne fast 7 ½ Stunden pro Tag, das ist mehr, als es gewöhnlich im Mai sind. Das Plus betrug jetzt 71 Prozent oder 93 Stunden. Sonniger war nur der März vor vier Jahren, der es sogar auf 247 Stunden brachte. Nur an einem einzigen Tag gab es keinen Sonnenstrahl; weniger waren es nur 1950; nämlich gar keiner. Dem standen 18 Tage mit mehr als acht sonnigen Stunden gegenüber, womit der Rekord aus dem März 2022 egalisiert werden konnte. Sonnigster Tag des Monats war der 18.3. mit 11 Stunden und 13 Minuten Sonnenschein.

Der Monat war viel zu trocken und bescherte nur 33,2 Liter Niederschlag; das ist nicht ganz die Hälfte der Norm und 33 Liter zu wenig. Es war der 15. zu trockene März in den letzten 17 Jahren; trotzdem gab es bisher seit 1945 schon 16 noch staubigere Monate. Niederschlagsreichster Tag war jetzt der 11.3. mit 8,7 Liter; das ist der niedrigste Wert seit 2014 (damals nur 5,0 Liter). Statt 16 zählte man heuer nur 13 Tage mit Niederschlag; davon 5 Regentage. Nur an sieben Tagen fiel mindestens 1 Liter Niederschlag. Aufgrund der vielen klaren Nächte gab es gleich 19 Tage mit Reifbildung; nur 2022 waren es noch mehr (24 Tage). Der Monat brachte aber auch zwei Tage mit Schnee und sechs Tage mit Schneeregen. Dies führte an drei (statt 9 Tagen) zur Ausbildung einer Schneelage, die am Nachmittag des 30.3. mit 3 Zentimeter ihre größte Mächtigkeit erlangte.
Mit einem Temperaturmittel von 5,0 Grad war der Monat um 0,6 Grad zu mild; trotzdem war es der kühlste März seit 2022 (damals nur 4,3 Grad). Während die Tage um 3,2 Grad zu mild waren, kamen die Nächte in der Luft um 0,4 Grad und am Boden sogar um 2,4 Grad zu kalt daher. Letzteres führte zu 27 Tagen mit Bodenfrost, was nur von den Märzmonaten 1949 und 1968 (je 29 Tage) überboten wird. Daneben zählte man 19 Frosttage (4 weniger als üblich) und schon 19 Vegetationstage. Warme Tage und Dauerfrost blieben aus. Das Maximum von 17,9 Grad am 7. März lag im letzten Jahrzehnt nur 2018 mit 17,4 Grad noch tiefer. Der Kältepol war der 28.3. mit minus 6,7 ° in der Luft und minus 10,8 Grad über dem Boden.

Trotzdem wurden auf den ruhenden Gewässern nur zwei Tage mit einer geschlossenen Eisdecke beobachtet, was in den letzten 30 Jahren nur drei Mal noch seltener vorkam. Ferner wurde Ende März in einer Bodentiefe von 5 Zentimeter eine Minimumtemperatur von plus 5,2 Grad abgelesen; diese war nur vor zwei Jahren mit 5.3 Grad geringfügig höher.
Gemessen am Windmittel war der Monat in den letzten 40 Jahren nur im Vorjahr noch ein wenig windschwächer. Es wurde auch nur eine stärkste Windböe von 58,7 km/h gemessen und nur an acht Tagen konnte Windstärke 6 erreicht werden. Seit Bestehen der Windmessstation in Feuchtwangen (2007) blies der Wind nicht so häufig aus Nordwest – wie jetzt geschehen – und es gab noch nie so oft absolute Windstille.
Titelbild & Bilder im Text: Malerischer Weiher in Altengreuth bei Schillingsfürst © Julia Ploch, LAG Region an der Romantischen Straße e. V.
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ø-Temperatur
5,0 C°
= 0,6 Grad zu mild
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Niederschlag insgesamt
33,2 Liter
33 Liter zu trocken
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Sonnenschein
224,7 Stunden
93 Stunden zu wenig
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Stärkste Windboe
58,7 km/h
am 25. März 2026
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